Josefs-Gesellschaft

Benediktushof erhält Inklusions-Fachpreis 2018

Das Land NRW zeichnet den "Inklusiven Kulturführer Münsterland" des Benediktushofs aus.

Über lobende Worte, eine mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung und ganz viel Applaus haben sich am Freitagnachmittag in Münster Isabel Schulz, Heinz-Erich Nikolaus, Bernhard Harborg, Jacqueline Menke, Laura Nagel und Matthias Hartkamp gefreut. Für den Benediktushof Maria Veen, der zur Josefs-Gesellschaft gehört, haben sie in der Halle Münsterland den Inklusions-Fachpreis NRW 2018 von NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann entgegen genommen. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wurde für das Projekt „Inklusiver Kulturführer Münsterland“ an den Benediktushof vergeben.

Agnes Arnold vom Sozialverband VdK NRW sagte in ihrer Laudatio: „Alle hier verdienen Respekt und Anerkennung, denn sie engagieren sich mit viel Herzblut dafür, die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu verwirklichen.“ Die Jury habe sich in der Kategorie „Barrieren abbauen, Zugänge schaffen“ für das Projekt des Benediktushofes entschieden, so die Laudatorin. Denn der inklusive Kulturführer informiert über rund 300 Kulturorte wie Schlösser, Museen, Theater und Begegnungsstätten im Münsterland, die über besondere Angebote für Gehbehinderte, Hörbehinderte und Sehbehinderte verfügen. Auch Kultur-Angebote in Leichter Sprache werden aufgelistet.

Menschen mit und ohne Behinderungen haben am Inklusiven Kulturführer mitgearbeitet. Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt hat der Benediktushof in Kooperation mit der Liebfrauenschule Coesfeld, dem Münsterland e.V., dem Zugvogel e.V. und dem Arbeitskreis der Freizeitpädagogen im Münsterland durchgeführt. Der Kulturführer ist im Internet unter www.kulturführer-münsterland.de zu finden und liegt in Kürze auch als Broschüre vor.

Mehr als 200 Initiativen und Projekte hatten sich für den Inklusionspreis 2018 beworben. 24 kamen in die engere Auswahl. Neben dem Benediktushof-Projekt wurden außerdem Projekte in Ahlen, Bad Lippspringe, Bielefeld, Duisburg, Kamen, Münster, Köln, Rheine und Stolberg ausgezeichnet. Die Vielfalt der ausgezeichneten Projekte zeige, das Inklusion in allen Bereichen des Lebens möglich und notwendig sei, sagte Minister Laumann bei der Preisverleihung, die von WDR-Moderator Matthias Bongard moderiert wurde. Es gehe darum, gute Beispiele bekannt zu machen und weitere Nachahmer zu finden.

Isabel Schulz und Heinz-Erich Nikolaus standen stellvertretend für die Bewohnerinnen und Bewohner, die in den vergangenen Monaten am Inklusiven Kulturführer Münsterland mitgearbeitet haben, bei der Preisverleihung auf der Bühne. 

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Foto von Lara Mohn


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