Josefs-Gesellschaft

Drei Pflegekräfte in unterschiedlichen Situationen während ihrer Arbeit bei Nacht

(Fotos: Arnd Cremer)

Pflege-Portraits bei Nacht

Sensible Live-Einblicke in die Nachtarbeit von Pflegenden zeigt die Fotoausstellung des Fotografen Arnd Cremer in Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst des Eduardus-Krankenhauses in Köln, das zur JG-Gruppe gehört.


Foto-Ausstellung: 3. April bis 31. Juli 2018
Eduardus-Krankenhaus, Café Lichthof, täglich 9 bis 18 Uhr


Arnd Cremer ist Absolvent der Fotoakademie Köln. Im Rahmen seiner Ausbildung und der damit verbundenen Aufgabe, Portraits On Location, also Porträts vor Ort anzufertigen, beschloss er, Menschen in den Mittelpunkt dieser Arbeit zu rücken, die meist abseits unserer Beachtung und zu nachtschlafender Zeit für hilfsbedürftige Menschen tätig sind. Krankenschwestern und Krankenpfleger verfügen in besonderem Maße über  die Fähigkeit der Empathie in Verbindung mit Fachwissen und dem Bewusstsein, schnell lebensrettend tätig sein zu müssen. Bei Nacht intensivieren
sich die Anforderungen an Pflegende noch mal deutlich.

Das Eduardus-Krankenhaus freute sich sehr, dass Arnd Cremer sich mit seinem Projekt an die Pflegenden des Hauses wandte. Alle waren für die Idee  schnell zu begeistern und so sind Fotos entstanden, teils klassische Portraits, aber auch Reportagefotos, die nächtliche Momente voller Stille, Einsamkeit und Behutsamkeit wiedergeben. Mit diesem Projekt möchte der Fotograf Arnd Cremer dem Pflegepersonal der ganzen Welt seine überaus große Wertschätzung sowie seinen Respekt bezüglich deren unermüdlichen Einsatzes für Menschen in Not entgegenbringen.

Das Eduardus-Krankenhaus wurde 1926 als orthopädisch-chirurgisches Haus gegründet und es pflegt seine lange Tradition in der orthopädischen und unfallchirurgischen Medizin bis heute. Das Ziel der Pflegenden in unserem Hause ist es, den ihnen anvertrauten Menschen unter anderem Ihre Bewegungsfähigkeit wiederzugeben oder diese zu verbessern. Bewegung findet nicht nur körperlich statt. Innere Bewegung, Gemüts- und Gefühlsbewegung sind untrennbar mit dem körperlichen Ausdruck eines Menschen verbunden. Das „innerliche Bewegt werden, das Gepflegt werden, dass Berührt werden" aktiviert die Selbstheilungskräfte von Menschen und ist immens wichtig für den Heilungsprozess. Fachkompetenz, Empathie und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten sind zentrale Anforderungen an den Beruf.

Die MitarbeiterInnen im Pflege- und Funktionsdienst, die Mitglieder und Angestellte des Deutschen Roten Kreuzes (hier Schwesternschaft Bonn e.V.) sind diejenigen, die diese Aufgaben zum großen Teil übernehmen - oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit.
In der Nacht ist der menschliche Organismus am sensibelsten. Er ist offen für bewegende Gefühle, Gedanken und Erlebnisse. Für die Pflegenden ist der Nachtdienst oft eine Zeit in der die „Arbeit ganz besonders unter die Haut geht". Arndt Cremer hat ganz bewusst diese sensible Nachtzeit für seine Portraits in der Pflege gewählt. Es entstanden die schönsten, einfühlsamsten und sensibelsten Bilder, die ohne Worte intime und bewegende Einblicke in die Welt der Pflegenden bei Nacht geben. Die schwarz-weißen Fotos spiegeln diese nächtliche Realität des Pflegeberufes in feinsinnigen Gefühls-Schattierungen in den Gesichtern wider.


Das Eduardus- Krankenhaus gehört zur JG-Gruppe. Es ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit einem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie unter dessen Dach sich die Klinik für Allgemeine Orthopädie und Rheumatologie (EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung), die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie die Klinik für Sportorthopädie und Arthroskopie befinden. Des Weiteren gibt es die Klinik für Innere Medizin mit einem Herzkatheter- und Schlaflabor und die Abteilungen Chirurgie, Anästhesie & Intensivmedizin, die Physio- und Ergotherapie und die Radiologie. Das Haus ist mit 212 Betten ein kleines, aber hochspezialisiertes Krankenhaus im Stadtteil Köln-Deutz.

Ansprechpartner

Foto von Lara Mohn


Weitere Themen

Josefs-Gesellschaft

Selbstverständnis

Wir richten unsere Arbeit an unserem Leitsatz "Im Mittelpunkt der Mensch" aus.

Mehr erfahren