Josefs-Gesellschaft

Verleihung Heinrich-Sommer-Preis 2020

In den drei Berufsbildungswerken der Josefs-Gesellschaft (JG) erhalten junge Menschen mit Behinderung eine Erstausbildung im dualen System und werden dabei intensiv unterstützt und begleitet. Einmal jährlich ehrt die JG drei Auszubildende mit dem Heinrich-Sommer-Preis, der mit 500 Euro dotiert ist.

 

Aufgrund der Pandemie konnte in diesem Jahr die Verleihung des Heinrich-Sommer-Preises nicht wie gewohnt in der Konzernzentrale stattfinden. So ist Andreas Rieß, Geschäftsführer der Josefs-Gesellschaft und Verantwortlicher für die Bereiche Rehabilitation und Altenhilfe, in die jeweiligen Unternehmen gefahren und hat die Preise vor Ort im Rahmen einer kleinen und coronakonformen Feier übergeben.

 

Phil Wemmers (26) ist einer der drei Absolvent:innen, die in diesem Jahr den Heinrich-Sommer-Preis verliehen bekommen haben. Der Grund: Während seiner Zeit als Auszubildender im Berufsbildungswerk (BBW) des Benediktushofes Maria Veen hat sich Phil Wemmers trotz schwieriger äußerer Umstände persönlich und beruflich besonders gut entwickelt. Nach mehreren krankheitsbedingten Unterbrechungen während der beruflichen Ausbildung arbeitet der 26-Jährige heute als Elektrogerätefachkraft bei einer Elektrofirma in Reken und sagt: „Meine Arbeit ist toll, ich bin rundum zufrieden!“ Und auch privat hat er sich in seiner Wohnung in Maria Veen gut eingerichtet. „Sie haben Ihren Weg gemacht: Auf 1.000 Umwegen – aber besser hätten Sie es im Ergebnis nicht machen können“, unterstreicht Karl Meyer, ehemaliger Ausbilder des Preisträgers.

 

Stephan Knauß, Ausbilder des Heinrich-Hauses im Bereich Lagerlogistik, war voll des Lobes für seinen ehemaligen Auszubildenden Ricardo Raffaele (27) aus Engers. Dass das BBW in Heimbach-Weis für Ricardo Raffaele nach einer extrem schwierigen Zeit genau die richtigen Bedingungen schaffen konnte, unterstrich der Geehrte selbst. „Hier habe ich einen geschützten Rahmen vorgefunden, der mir geholfen hat, nachdem ich oft gestolpert bin im Leben. Im BBW konnte ich so sein, wie ich bin“, so der 27-Jährige. Einen Arbeitsvertrag bei der Koblenzer Transgourmet hat er bereits in der Tasche.

 

Die dritte Preisträgerin ist Ronja Pastoors (22). Mit einer dramatischen Vita, einer diagnostizierten 100%igen körperlichen Behinderung und geistiger Einschränkung kam Ronja Pastoors 2017, damals noch im Rollstuhl, ins Berufsbildungswerk Bigge. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sie sich immer besser zurechtgefunden und wahnsinnige Fortschritte gemacht. „Irgendwann war der Knoten geplatzt und die Elektrotechnik hat mich echt begeistert“, erinnert sich die junge Frau strahlend. Ihr Rollstuhl steht inzwischen im Keller ihrer Mutter. Zurzeit erlernt sie weiterhin mit Unterstützung des Bigger BBWs ihre zweite Berufsausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik, nachdem sie die erste mit Bravour und mit der Auszeichnung zur besten Auszubildenden in NRW absolviert hat.

 

Die Auszeichnung ist nach dem Gründer der JG benannt und wird an junge Menschen verliehen, die herausragende Leistungen, die weit über Zeugnisnoten hinausgehen, erbracht haben.

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